Donnerstag, 29. Mai 2014

.: Interview ~ Andrea Bielfeldt - Autorin :.


~ Über Andrea Bielfeldt - Autorin ~
Andrea hat am 29. Januar 1973 in Hannover zum ersten Mal das Licht der Welt erblickt. Lebt mit ihrem Traummann und zwei tollen Jungs im Norden von Deutschland. Tierlieb ist die Familie auch und geben ihrem Hund ein gemütliches Heim. Neben Kaffee verschlingt Andrea liebend gerne Bücher und hat ihr Hobby "Das Schreiben" zu ihrem Beruf gemacht. Ziemlich erfolgreich sogar ;-)


"Im Bann der Ringe" ist ihr Debüt-Roman und der erste Teil einer Trilogie. Seit Januar 2013 ist sie bei der Chichili Agency unter Verlagsvertrag und seit dem 15.06.2013 ist das Buch neu aufgelegt.
"Im Bann der Ringe", ist der erste Teil der mystischen Nilamrut-Trilogie. Und seit dem 02.10.2013 ist auch der zweite Band "Das Blut des Mondes" erhältlich! Auf Teil 3 "Die Hoffnung erwacht" dürfen wir uns jetzt im Herbst '14 freuen, denn es wird im Moment fleißig daran geschrieben.

Neben ihrer Fantasy-Reihe, hat Andrea im Winter '13 eine wunderschöne Chick-Lit-Kürzromanze, "Einmal Himmelblau und zurück", veröffentlicht. Außerdem munkelt man über eine weitere Liebesgeschichte von ihr... Mehr Infos --> "Neue entsteht"


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~ Ihre Werke! ~
Nilamrut-Trilogie Band 1: "Im Bann der Ringe" Debüt-Roman - (Frühjahr 2013)
Nilamrut-Trilogie Band 2: "Das Blut des Mondes" Fantasyroman - (Winter 2013)
"Einmal Himmelblau und zurück" Liebesroman (Winter 2013)
Nilamrut-Trilogie Band 3: "Die Hoffnung erwacht" Fantasyroman - (Herbst 2014)

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.: Interview mit Andrea Bielfeldt - Autorin :.

Dieses Interview habe ich nicht alleine geführt. Die Fragen sind von vielen Bloggern/Lesern bei einer Lesenacht im Rahmen "Im Bann der Ring" gestellt worden und es is wundervoll geworden. Schön ausführlich beantwortet und vor allem sehr informativ... Viel Spaß euch ;-)


1. Mit wie viel Jahren hast du deine Leidenschaft zum Schreiben entdeckt? Und wie bist du zum Schreiben gekommen? (JJ Boenke & Katherina Webster)
Ich habe irgendwann in der Jugendzeit angefangen  mit Tagebuchschreiben.  Und meine Deutschlehrer waren regelmäßig begeistert von meinen Aufsätzen und Buchbeschreibungen. Zählt das? *lach*
Dem Geschichtenschreiben habe ich mich erst spät gewidmet, da war ich schon an die Dreißig Jahre alt. Ich habe immer nur aufgeschrieben, was mir so durch den Kopf gegangen ist. Gedichte, kurze Geschichten, etc. Aber nie habe ich daran gedacht, das irgendwann mal „beruflich“ zu machen. Das kam erst mit dem Entstehen von Cat und Ric, meinen Hauptfiguren aus „Im Bann der Ringe“, und da war ich Mitte Dreißig.

2. Woher nimmt man die Ideen um einen kompletten Roman zu Papier zu bringen? Und wie kann man so viel Kreativität haben, um ein Buch zu schreiben? Es ist ja wie, eine eigene Welt zu erschaffen. (Nadine Krasenbrink & Tina Krasenbrink)
Woher die Ideen kommen? Hm … gute Frage! Ich denke, sie kommen aus dem Alltag, aus Filmen, aus Musik, aus Menschen, die mir begegnen oder auch Situationen, in denen ich mich befinde. Aus allem kann man eine Geschichte erzählen. Manchmal langt ein einziges Wort, ein Blick, eine Handlung und schwupps – schon ist sie da , die Idee.
Um aus der Idee einen Roman zu machen, braucht es noch etwas Zeit und Überlegung. Für die Trilogie „Im Bann der Ringe“ habe ich gute vier Jahre gebraucht – wobei ich noch nicht fertig bin *schäm*
Aber die Story um Johanna & John – eine himmelblaue, weihnachtlich angehauchte Liebesgeschichte – habe ich in vier Tagen geschrieben. Sie ist aber auch nicht so komplex  wie die Trilogie.
Wenn ich schreibe, dann bin ich auch in meiner eigenen Welt. Das hat Tina (oder Nadine) gut erkannt. Ich tauche dann ab, sehe alles, was ich aufschreibe vor meinem geistigen Auge wie einen Film ablaufen und tippe eigentlich nur ein, was ich da sehe und was ich höre. Ja, so entstehen meine Geschichten. Kreativ muss man sein, dass stimmt. Aber wenn die Geschichte, die Idee, irgendwann aufgeschrieben ist, dann fängt das Handwerk an. Und da höre ich hoffentlich niemals auf zu lernen.

3. Wo schreibst du am liebsten und hast du immer Stift und Notizbuch in deiner Nähe griffbereit? (Monja Freeman)
Am liebsten schreibe ich entweder mit dem Laptop auf den Knien auf unserem Megasofa, eingekuschelt in meine Lieblingswolldecke und Kaffee oder Tee neben mir. Im Winter.
Oder im Sommer draußen  oder in meinem Schreibschuppen. Ich sitze auch gerne am Esstisch. Ein Büro oder einen festen Arbeitsplatz habe ich gar nicht.
Papier und Stift findet man eigentlich überall in der Wohnung oder auch in meinen Taschen *grins* Aber … so oft brauche ich sie gar nicht, weil ich Ideen am liebsten, wenn möglich, gleich am PC als kurzes Exposee festhalte.

4. Plottest du, wenn du ein Buch schreibst? Wenn ja, wie genau? (Katherina Webster)
Ich habe es versucht. Ja, habe ich wirklich.  Zumindest bei meiner Trilogie. Doch ich bin niemand, der jede Szene durchplotten kann. Bei mir entscheiden sich die Figuren während des Schreibens, ob sie nach links oder nach rechts gehen. Ob sie gut oder böse sind/werden.
Sicher gibt es Anhaltspunkte, einen groben Plot gibt es auch, klar. Aber … die Feinheiten oder auch die einzelnen Handlungsstränge entwickeln sich bei mir während des Schreibens.
Ich versuche bei großen Romanen schon die Abfolge aufzuschreiben und mich dann – wenn es geht – auch daran zu halten. Zumindest … grob ;)

5. Wenn du wählen könntest, zwischen einer Old-School-Schreibmaschine und einem Hightech-Laptop. Für was würdest du dich entscheiden um deine Geschichten zu schreiben? (Sarah Anna)
So gerne ich auch eine alte Schreibmaschine hätte – vermutlich der Traum aller Autoren – würde ich mich leider für das Hightech Laptop entscheiden müssen  – ich bräuchte sonst zu viel TippEx … Die Delete Taste ist mein bester Freund *kicher*
Allerdings wünsche ich mir für irgendwann einmal einen festen Arbeitsplatz in unserem Haus mit Schreibtisch, Lampe, PC und … einer alten Schreibmaschine *träum*

6. Welche Bücher haben dich inspiriert? (Mandy Booka & Sebastian Schulz & Eva Kapunkt)
Wenn ich ehrlich bin … Twilight hat mich sehr inspiriert.
Obwohl ich überhaupt nichts über Vampire geschrieben habe und auch nicht werde, haben mir diese Bücher das Schreiben selbst schmackhaft gemacht. Ich habe gelesen und gelesen und nach vier Tagen vier Bücher durchgehabt. Wow, habe ich gedacht. Die sind gut geschrieben. Einfach und dennoch so, dass ich sie nicht aus der Hand legen konnte. Ich habe mir gesagt: Ja, genau so muss ein Buch sein. Es muss dich packen, nicht anstrengend sein, einfach mit auf eine Reise nehmen. Frau Meyer hat es geschafft.  Das war vor fünf oder sechs Jahren.

7. Was war dein allererstes Buch, welches du gelesen hast? (Christina Drzensky)
Mein allererstes Buch, dass ich gelesen habe? Puh … da muss ich weit in die Kindheit zurück, denn lesen konnte ich bereits, als ich in die Schule kam.
Ich weiß nicht, welches das Erste war, das ich gelesen habe, aber ich weiß, welches das erste war, das mich gepackt und berührt hat.
Onkel Toms Hütte.
Da war ich allerdings auch schon älter.
Vorher waren es Bücher von Pferden oder … Pferden oder … Jungs und Pferden *kicher*
Nach Onkel Tom kamen dann Stephen King Bücher. Und mein allererstes von dem King of Horror war Christine. Die Buchbeschreibung für die Schule (achte Klasse) war eine glatte Eins.

8. Was war dein Lieblingsbuch in deiner Kindheit? (Eva Kapunkt)
„Blitz der Schwarze Hengst.“
Ich habe die Reihe geliebt. Und dann kam „Gretchen Sackmeier“. Das habe ich mal von meiner Oma geschenkt bekommen.

9. Gab es mal bei Recherchen in der Praxis ein lustiges, kurioses, gefährliches Erlebnis? (Astrid Meryjaine)
Nein, eigentlich nicht. Es ist eher so, dass sich vieles, was ich schreibe auf eigenen Erfahrungen oder Wünschen / Träumen basiert.
Recherchieren musste ich natürlich für die Trilogie einiges, alleine der Ort Eastport, der Leuchtturm, Mythologie, etc.
Das einzige, was passiert war: Mein Mann zückte irgendwann eine Karte von Kanada und sagte: vielleicht kannst du die ja noch mal brauchen. Das war klasse.

10. Was sind deine Hobbys? (Katharina Feldek)
Lesen natürlich. Dann höre ich gerne Musik – Pink, Linkin Park, 30 seconds to mars (da fahre ich nächstes Jahr aufs Konzert!!!) – und schwinge ab und an mal die Häkelnadel. Sport mache ich sporadisch, mal laufen, mal nicht …
Ach, ich mache vieles gerne. Immer wie es gerade passt.

11. Bist du gegen etwas allergisch? (Yenny Schlüssel)
Ja, leider. Ich habe eine Chrom – Nickel Allergie, kann also keinen unechten Schmuck vertragen. Das war immer gut, um herauszufinden, ob das Kettchen vom Freund echt war oder nicht … Hihi …
Und gegen eine bestimmte Substanz in Medikamenten bin ich auch allergisch. Aber das erzähl ich nicht – nachher wird mir das dann noch untergeschmuggelt ;) Ah … Idee für einen Thriller … *lach*

12. Verrate uns dein Lieblingsessen? (Sasija Neumann)
Frische Pizza Rucola mit Parmaschinken und  Parmesan :D Und Gulasch. Und Rouladen und … Nudelpfanne ala Nigel ;) (ja, die gibt es wirklich, allerdings von meiner ABF zubereitet ;) )

~ Extra Interviewfragen (Florian Ostertag) ~

1. Wie sehen eigentlich Verträge bei einem Verlag aus?
Ich habe bisher zwei Verträge eines Verlages liegen und unterschrieben gehabt. Der erste Vertrag beinhaltete alles. Rechte an Film, Funk und Fernsehen genauso wie an Hörbuch, E-Book und Taschenbuch. Ich habe den Vertrag damals prüfen lassen, er war soweit okay. Er war gute 12 seiten lang.
Mein jetziger Verlag hat nur das E-Book unter Vertrag und damit entfallen alle anderen Klauseln. 2 Seiten reichen da.
Es gibt Musterverträge, da kann man mal reinschauen und vergleichen. Unter http://www.aktionsbuendnis-faire-verlage.com kann man sich informieren. Vor allem aber sollte man darauf achten, dass man als Autor NICHTS bezahlen muss! Denn dann … ist es nicht seriös.
DKZV nennt man das dann (Druckkostenzuschussverlag) und sollte definitiv davon die Finger weg lassen. Aber zu dem Thema gibt es genügend Beiträge im Internet, wo man nachlesen kann.
Also – nicht immer ist da, wo Verlag drauf steht, auch Verlag drin ;)


2. Wie kann man veröffentlicht werden oder sich selbst veröffentlichen?
Veröffentlicht werden ist gar nicht so einfach. Zumindest nicht, wenn man an einen großen Publikumsverlag will.
Die meisten – so habe ich es gehört – gehen nur noch über Agenten, die ja bereits eine Vorauswahl getroffen haben. Viele Verlage nehmen auch nichts an, was bereits veröffentlicht wurde. Sei es, auf der eigenen Webseite oder auf Blogs oder auch über amazon im Selfpublishing. Aber – auch da ändert sich einiges. Viele Selfpublisher haben gerade durch ihre Eigenveröffentlichungen die Verlage auf sich aufmerksam gemacht.
Ich glaube, man muss einfach wissen, was man möchte.
Geht man über einen Verlag, hat man keine Arbeit außer Schreiben, aber auch keine Kontrolle.
Geht man den Weg des Selfpublishings, hat man viel Arbeit zusätzlich zum Schreiben, aber auch die volle Kontrolle.
Man kann heute über amazon KDP ganz einfach selbst seine Geschichte als E-Book herausbringen, über Create Space kann man daraus sogar ein Taschenbuch machen. Alles nur verkäuflich über amazon. Will man sein E-Book in anderes Shops bringen, geht man über einen Distributor, einen Dienstleister. Mit dem Taschenbuch ist das nicht so einfach. In den Buchhandel kommt man mit einem durch amazon gefertigtes Buch nicht. Zumindest nicht über den gängigen Weg. Da muss man sich eine Druckerei suchen, was wiederum kostet. Ach, es gibt so viele Wege. Und ich glaube, dass es in den kommenden Jahren noch mehr geben wird. Ich bin gespannt.
Als SPler muss man sich mit allem auskennen, vom Schreiben bis hin zum Marketing. Kann man das nicht bedienen, muss man sich eben Profis an die Seite holen, die das für dich machen. Der Nachteil dabei: man zahlt alles selbst.  Tja … ein Für und Wieder.
Ich finde es sinnvoll, eine Art „Mentor“ zu haben. Jemanden, der das alles schon einmal gemacht hat und sich auskennt, jemand, der dich an die Hand nimmt. Sei es ein Autor, sei es eine Gruppe. Hilfe von jeglicher Art braucht man, wenn man in der Welt des Selfpublishing zurecht kommen will.

Ich persönlich mag es. Ich habe einen Verlag für die Trilogie und das neue Buch bringe ich selbst heraus. Mal sehen, wie es läuft. Ich bin gespannt.

3. Wie hält man sich als Autor über Wasser oder ist „Autor“ nur noch ein Nebenjob?
Der Beruf Autor ist für mich dem Verdienst nach ein Nebenjob, aber dem Aufwand nach ein Full Time Job.
Ich glaube, es gibt wenige Autoren hier in Deutschland, die vom Schreiben alleine eine Familie ernähren können. Wohl ist es der Traum eines Jeden, aber da müssen schon sehr viele Bücher  über den Ladentisch gehen. Allerdings – wie oben schon geschrieben – kann man auch viele Ausgaben haben, die man erst mal wieder reinbekommen soll. Da schließt sich dann der Kreis. Außerdem glaube ich – erst, wenn ein Autor eine Marke ist … dann hat er es geschafft.
Full Time Job Autor – mein Traum! Auf jeden Fall. Irgendwann.

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Ich bedanke mich im Namen aller Beteiligten am schönen Interview und vor allem vielen lieben Dank an dich Andrea, für deine Zeit, Geduld und deiner lustige Art ;-)
Es is immer wieder schön mit dir zu texten und zu lachen.

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Es grüßt euch die Sasija aus der TARDIS ;-)

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