Sonntag, 19. August 2018

.: Rezension ~ Wie man die Zeit anhält :.


~ Romantisch - Melancholisch - Intensiv ~
.: Wie man die Zeit anhält :.
(Matt Haig - gesprochen von Christoph Maria Herbst)



I II III IV V VI VII VIII IX X

~ Klappentext ~
Die erste Regel lautet: Du darfst dich niemals verlieben. Niemals.
Tom Hazard ist Geschichtslehrer, ein introvertierter Mann, der ein zurückgezogenes Leben führt. Und er hat ein Geheimnis: Er sieht aus wie 40, ist aber in Wirklichkeit über 400 Jahre alt. Er hat die Elisabethanische Ära in England, die Expeditionen von Captain Cook in der Südsee, das Paris der 20er Jahre erlebt und alle paar Jahre eine neue Identität angenommen. Aber eines war er immer: einsam. Seine einzige große Liebe endete schmerzvoll. Doch dann begegnet er der Französischlehrerin Camille. Während er ihr allmählich näherkommt, verändert sich für ihn alles ...

Gelesen von Christoph Maria Herbst.

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~ Über Matt Haig - Autor ~
Matt Haig wurde 1975 in Sheffield geboren und hat bereits eine Reihe von Romanen und Kinderbüchern veröffentlicht, die mit verschiedenen literarischen Preisen ausgezeichnet und in über 30 Sprachen übersetzt wurden. In Deutschland bekannt wurde er mit dem Bestseller ›Ich und die Menschen‹.

~ Über den Vorleser - Christoph Maria Herbst ~
Christoph Maria Herbst, geboren am 9. Februar 1966 in Wuppertal, ist ein deutscher Schauspieler sowie Hörbuch- und Synchronsprecher. Für seine Darstellung des Stromberg in der gleichnamigen Comedy-Fernsehserie erhielt er unter anderem 2006 den Grimme-Preis und dreimal in Folge den Deutschen Comedypreis als „bester Schauspieler“.


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~ Zitat ~
Die Menschen, die du liebst, sterben nie.

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~ Die Geschichte und Meine Meinung ~
Tom hat viele Namen, weil er auch schon viele Leben gelebt hat. Er ist nicht unsterblich, sondern eher ein langsam alternder Mann. Ein seeehr langsam alternder Mann. Mit dieser Fähigkeit - oder Fluch? - wurde er im 16ten Jahrhundert geboren und erzählt uns seine Geschichte im hier und jetzt.

~ Schrecken und Liebe. Ist das ein und selbe ~

Dieses Buch soll eine Liebesgeschichte sein! Irgendwie musste ich aber am Anfang danach suchen. Mir kam es vor, wie aneinandergereihte kleine Geschichten von seinem langen Aufenthalt hier auf Erden. Da wir ständig in die Vergangenheit springen und so seine Geschichte erfahren, geht es nicht nur um seine große Liebe Rose, sondern auch darum, warum er so ist, wie er geworden ist. Und was er nach all den gelebten Jahren immer noch zu suchen versucht.
Es wird an manchen Stellen auch sehr theatralisch und romantisch. Und ja, ab der Hälfte erkannte dann auch ich eine Lebensgeschichte. ;) Sogar eine kleine Liebeserklärung an die darin erwähnte Musik.

Die Stimme von Christoph Maria Herbst ist wie gewohnt harmonisch und faszinierend. Ich bin seit den Hörbüchern von Matt Haig ein großer Fan-Zuhörer geworden. Doch konnte mich diese Geschichte zu Beginn, trotz der großartigen Umsetzung, nicht mitreißen.
Der Protagonist war mir weder unsympathisch noch sympatisch. Er konnte mich nicht so richtig erreichen. Die Geschichte empfand ich eher als gewöhnlich. Sogar mit ein paar Längen, bei denen ich mir nicht ganz sicher war, was das ganze mit einer Liebesgeschichte und vor allem mit dem Zeitanhalten zu tun hat.
Und dann... jaaaa dann ist es einfach so passiert.

Jetzt muss ich alles zuvor negative Gesagte revidieren, denn ich kam an einen Punkt in Matt Haigs Erzählung, der meine Meinung nochmals umgeworfen hat.
Der Punkt bei dem Tom sich nach etlichen Jahren wieder ans Klavier setzt. Ich musste auf YouTube gehen und die Lieder, die er nannte suchen und anhören. Da war's um mich geschehen!!! In seiner Erzählung spricht er von einem ganz bestimmten Phänomen, welches das Klavierspielen auslöst. Genau so erging es mir in diesem Moment beim Zuhörern der Melodien und Tom hatte mich voll und ganz.
Ich würde es wagen mit einem anderen Menschen glücklich zu sein. Das ist es, was das Klavier anrichtet. Deswegen ist es so gefährlich. Es macht einen Menschen aus dir.

Auch das Ende ist traurig schön und mit etlichen Weisheiten über das Leben, die Vergangenheit, die Zukunft und unserer Gegenwart. Einige Sätze gehen direkt ins Herz und erwärmen es auf eine melancholische Art und Weise, die jeder, der diese Geschichte hört, persönlich nimmt und in seinen ganz eigenen Gedanken versinken wird.


~ Fazit ~
Ich muss immer über vielen Zitaten bei diesem Autor nachdenken. Seine Geschichten gehen mir jedesmal unter die Haut. Auch wenn ich bei "Wie man die Zeit anhält" etwas gebraucht habe, konnte mich der Autor/Protagonist letztendlich packen und vor allem wunderbar unterhalten.
  • Nervenaufreibend und beruhigend
  • Theatralisch und romantisch
  • Liebevoll und traurig
  • Einfach nur schön

Ein gewohnter außergewöhnlicher Matt-Haig-Roman!



Ich vergebe ganz klar 5 von 5 Notrufzellen

 Es grüßt die Sasija aus der TARDIS :-)


Gemäß § 2 Nr. 5 TMG kennzeichne ich diese Rezension als Werbung.
In meinem Beitrag befindet sich (zu informativen Zwecken) eine Verlinkung zur Webseite des Verlags, in welchem das Buch erschienen ist.
Ihr erhaltet somit auch weitere Informationen zum Buch, zum Autor, sowie eventuell auch zu weiteren Romanen.

Kommentare:

  1. Guten Morgen Sasija!

    Ich hab ja bisher nur "Ich und die Menschen" und die Weihnachtsbücher von Matt Haig gelesen und die fand ich alle toll. Sein neues hat mich auch interessiert, aber was du da beschreibst ... ich weiß nicht so recht, ob das meinen Nerv trifft ^^

    Theatralisch und romantisch ist ja nicht so meins und zu Anfang wars ja auch nicht so wirklich überzeugend. Aber es ist faszinierend, dass so ein Wendepunkt in der Handlung dich dann doch noch komplett begeistern kann.
    Klaviermusik mag ich auch sehr gerne, auf die Stücke bin ich jetzt doch neugierig geworden *lach*

    Ich höre ja so gut wie nie Hörbücher, ich bin nie unterwegs, wo es praktisch wäre und zuhause hab ich dann doch lieber ein Buch in der Hand ... aber ich kann mir Chr. M. Herbst super gut als Vorleser vorstellen!

    Liebste Grüße, Aleshanee

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  2. Hallo Sasija,

    ich kann dir in allen Punkten zustimmen. Ich habe das Buch im letzten Monat gehört und den Beginn empfand ich als etwas zäh. Ich fragte mich, worauf Matt Haig hinaus möchte. Doch je länger ich zuhörte und je mehr ich von Tom erfuhr, machte mich das Ganze neugierig. Es kamen Fragen in mir auf, was ich tun würde, wenn ich so alt wäre und mit ansehen müsste, wenn geliebte Menschen von uns gehen.

    Die Stelle mit dem Klavier war einfach nur schön und hier passt das Wort melancholisch sehr gut. (Auch ich musste dann nach den Liedern googlen ;))

    Was Christoph Maria Herbst betrifft, fand ich es richtig klasse, wie er die Geschichte gesprochen hat. Ein kleiner Virtuose im Umgang mit Worten, die eine Handlung so viel Leben einhauchen kann!

    Liebe Grüße,
    Uwe

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  3. Hallo mein großer Schatz, <3

    ich bin wirklich gespannt, wie mir die Geschichte gefallen wird. Ich bin froh, dass du dich ab der Stelle von Toms Klavierspiel doch noch in die Geschichte verliebt hast. Ich wiederum liebe es sehr, wie viele Weisheiten und kleine versteckte Botschaften in Matt Haigs Geschichten stecken. Du darfst mir das Hörbuch auf jeden Fall irgendwann noch ausleihen, weil ich Mr. Herbst auch noch lesen hören möchte. Vorab tauche ich ja erst mal "nur" ins Lesen ein.

    Ich drücke dich ganz fest,
    deine Ally

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