Mittwoch, 15. Oktober 2014

.: Rezension ~ Wild Cards #1 :.


~ Science Fiction mal anders ~
Modern, flott und außergewöhnlich
.: Wild Cards #1 - Das Spiel der Spiele :.
(George R.R. Martin)



~ Produktinformation HC ~
Genre: Science Fiction
Gebundene Ausgabe: 545 Seiten
Verlag: penhaligon (25. August 2014)
Sprache: Deutsch
Preis: 15,00 € 

~ Produktinformation e-Book ~
Format: Mobi, Epub, PDF
Verkauf durch: randomhouse.de
Preis: 11,99 €


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~ Kurzbeschreibung ~
The World's next SUPERHERO!

Seit sich in den Vierzigerjahren das Wild-Card-Virus ausgebreitet hat und Menschen mutieren lässt, gibt es neben den normalen Menschen auch Joker und Asse. Joker weisen lediglich körperliche Veränderungen auf, während Asse besondere Superkräfte besitzen. Da ist zum Beispiel Jonathan Hive, der sich in einen Wespenschwarm verwandeln kann, oder Lohengrin, der eine undurchdringliche Rüstung heraufbeschwört. Doch wer ist Amerikas größter Held? Diese Frage soll American Hero, die neueste Casting Show im Fernsehen, endlich klären. Für die Kandidaten geht es um Ruhm und um so viel Geld, dass sie beinahe zu spät erkennen, was wahre Helden ausmacht.

♣ 

~ Über George R.R. Martin - Autor ~
George R. R. Martin gehört nicht nur in den USA zu den prominentesten Science-Fiction-Autoren. Den weltweiten Durchbruch schaffte er mit dem mehrbändigen Werk "Das Lied von Eis und Feuer". Er schrieb anfangs Kurzgeschichten, arbeitete dann erfolgreich als Drehbuchautor und Fernsehproduzent. Doch das Schreiben von Fantasy- und Science-Fiction-Romanen entspricht seinem Vorstellungsvermögen und seinen schriftstellerischen Neigungen am meisten. Der 1948 im US-Staat New Jersey geborene und studierte Journalist lebt in Santa Fe, New Mexico. Er wurde mehrfach mit dem "Hugo Award" ausgezeichnet. 

~ Schreibstil ~
Wild Cards wurde von vielen unterschiedlichen Autoren verfasst und hinterlässt 31 Handschriften, von denen 6 aktiv am erzählen sind.
Obwohl so viele verschiedene Autoren mitgewirkt haben, fällt es einem nicht schwer vom einen Schreibstil in den nächsten zu hüpfen. Wir Leser werden sowieso einfach in die Fakten hineingeworfen und merken es nicht einmal, wenn wir es in der Überschrift nicht gelesen hätten, dass der Autor gewechselt hat.


~ Der erste Satz ~
Wer zur Hölle war Jetboy?



~ Die Geschichte und meine Meinung ~
Durch das Wild-Crads-Virus, das in den 40ern ausgebrochen ist, mutiert die Menschheit auf unterschiedliche Weise. Je nachdem welche Karte man zugespielt bekommt! Zieht man ein Ass, so bekommt man eine besondere Fähigkeiten, wie fliegen, extrem stark sein oder schneller als der Wind laufen. Bei einem Jocker hingegen mutiert der Körpers zu fremdartige Wesen, die besondere Merkmale wie acht Arme oder das aussehen eines Tieres mit sich bringt.

Ich dachte sogleich an X Men und der Mutantenwelt. Ein bisschen Ähnlichkeit hat das ganze damit schon. Denn wie Storm den Wind beherrschen kann, so kann es auch ein Charakter in Wild Cards. Doch die Ideen der außergewöhnlichen Fähigkeiten macht Wild Crads wieder einzigartig und gut.

Johnatan Hive kann sich in kleine grüne Wespen verwandeln und an viele, weit entfernte Orte gleichzeitig sein. Oder Ana, die kleine Unscheinheilige hat eine Kraft in sich, mit der sie die Erde beherrscht und zum beben bringen kann. Die Charaktere sind wunderbar ausgedacht und prima ausgearbeitet, was es uns Lesern einfacher macht, die vielen Protagonisten und deren Namen zu Beginn auch zu behalten und vor allem zuzuordnen. Denn in Wild Cards haben wir nicht nur die realen Namen, sondern auch die Pseudonyme, mit denen sich die Asse bzw. Jocker in der Show präsentieren. Das war nicht immer einfach, doch durch die unterschiedlichen Erzählweisen der einzelnen Charaktere, lief das wunderbar.

Das jeder Charakter einen Teil der Geschichte erzählt, liegt auch daran, das unterschiedliche Autoren die Texte verfasst haben. So schreiben 31 Personen, an den Personen und der Story, die die einzelnen Texte zu einem Buch werden lassen. Davon erzählen 6 Autoren - G. R.R. Martin eingeschlossen - aktiv die Geschichte und wir bekommen so, aus den verschiedenen Blickwinkel, ein wunderbares Sci-Fi-Schauspiel geboten.

Im Vordergrund der Geschichte, ist die Talentshow "America's next Superhero", die tatsächlich so aufgemacht ist, wie wir sie aus unseren Fernsehsendungen kennen. Die Asse und Jocker gehen zu Castings und stellen dort, vor einer dreiköpfigen Jury, ihr Können unter Beweis. Danach werden sie in vier Gruppen eingeteilt und müssen nun, gemeinsam als Team, bestimmte Herausforderungen meistern. Wer nicht passt oder Bockmist baut, wird rausgewählt. Bis eben nur noch zwei im Finale stehen. Ob das im Showbusiness wirklich so Hero-Like ist, sei mal dahingestellt... für die Zuschauer ist es auf alle Fälle ein Spektakel. (Panem-Déjà-vu :-) )

Unter den Teilnehmern bei "Amerikan's next Superhero" erfahren wir auch, Liebe, Freundschaft, Missgunst, Neid und Mobbing. Das ganz normale Rivalenleben von Jugendlichen eben :D
Doch trotz der Show und dem viel Gespielten, stechen einzelne Personen heraus, die wahrhaft heroisch sind und wirklich etwas in der Welt in der sie leben, auch dank ihrer Fähigkeit, ändern wollen.

In der Geschichte wird auch von Aufständen, Hunger, Leid und Krieg in Ägypten erzählt, wovor ich mich etwas fürchtete. Politische Aspekte sind nie so mein Fall. Hier in Wild Cards aber, wird dieses ganze Drumherum, richtig gut in eine Story von Heros verpackt, so das man einfach mittendrin ist und im Kampf mit fiebert bzw. mehr Hintergrund erfahren will, um besser zu verstehen. Dabei hilft uns auch Johnathan und seine Blogpost wunderbar. Der stetige Wechsel von Live-Geschehen-Erzählung zu seinen Presseberichten auf seiner Website, wirkte für mich sehr interessant.

Einen kleinen Schwächeanfall hatte ich beim Schreibstil von Michael Cassutt. Seine Erzählform, hat mich sehr verwirrt, da sie sehr schnell wechselnd ist und seine Story mitten im Geschehen anfängt. Da erst mal auf den Trichter zu kommen, war nicht so leicht. Dafür war der AHA-Effekt um so besser :D

~ Fazit ~
Das Buch konnte mich von Anfang an fesseln. Alleine schon, dass wir einen Blogpost von Jonathan Hive, dem Journalisten in der Runde, lesen dürfen, find ich toll und wunderbar modern.

Wir lernen zu Beginn sehr viele unterschiedliche Charaktere auf einmal kennen. Normalerweise bringt das den Leser gerne durcheinander oder verwirrt ihn durch zu viele Namen. Da aber die Kapitel aus den verschiedenen Charakteren erzählt und gezeigt werden, finden wir Leser wunderbar in die Person hinein und erleben die Ereignisse auf unterschiedlicher Weise.

Alle Autoren schreiben sehr modern und Zeitgerecht, was sicherlich viele junge Leser lieben werden.
Sie verpacken in Wild Crads den politischen Aspekt wunderbar in eine spannende und rasante Herogeschichte, so das wir nichts befürchten müssen.

Die Idee mit dem Casting und der anschließenden Show und Fights sind Zeitgemäß und klasse erzählt. Das interessiert uns.

Darfs ein Lieblings-Hero sein? Welcher is deiner ;-)


Für das Rezensionsexemplar bedanke ich mich recht herzlich beim:



Ich vergebe ganz klar 5 von 5 Notrufzellen

Es grüßt die Sasija aus der TARDIS :-)

Kommentare:

  1. Wunder gibt es immer wieder, heute oder morgen können sie gescheh'n *sing*
    Ich glaub es ja nicht, dass da endlich eine Rezi eingetrudelt ist :P

    Aber eine sehr schöne Rezi. :D Freut mich dass dir das Buch so gefallen hat.

    Mein Lieblingsheld? Hmmm ... schwierig... Curveball oder Earthwitch :D

    Liebste Grüße
    Det Bannielein

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    1. Ich mag Ana auch sehr *.*
      Die Schwächsten sind immer die Stärksten :D
      Ob sie wirklich Berge versetzen kann?

      Oder Bubbles. Ihren Charakter finde ich toll umgesetzt.

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  2. *-* Mausi! tolle Rezension :) Und du warst ja genauso verliebt wie ich in dieses Buch ^^ Ich warte sehnsüchtig auf den nächsten Band :)

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    1. Danke Evil :*

      Jaaaa der nächste Band darf gerne kommen. Freue mich auch sehr drauf *.*

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  3. Huhu!!!!

    Ahh, es hat dir gefallen! Ich fands ja auch richtig super und ich freu mich schon auf die Fortsetzung!
    Den Teil mit der CastingShow fand ich klasse, das war so aus dem Leben gegriffen, da hat man die vielen Superheldenkräfte als ganz normal hingenommen. Die weitere Entwicklung mit Ägypten hat dann einen ganz neuen Aspekt reingebracht und insgesamt war es sehr unterhaltsam und auch spannend!
    Freu mich jetzt schon auf Band 2 - bin nur gespannt, wie sie das mit der Reihenfolge der Übersetzungen machen werden xD

    Liebste Grüße, Aleshanee

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    1. Hey Alex ;)

      Jaaa hab es endlich geschafft ^^
      Fand das Buch von Beginn an klasse. Der lockere Schreibstil hat mir super gefallen, auch wenn es kein Buch für zwischendurch ist. Trotzdem war es leicht zu lesen.

      Wir lesen dann mal den zweiten Band ;) Wann soll der erscheinen? Ich hoffe es geht genau da weiter, denn der Cliffhanger war schon bissl böse :p

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