Sonntag, 18. Juni 2017

.: Rezension ~ In einem fernen Land :.


~ Non Love - Ideenreich - Detailliert ~
.: In einem fernen Land :.
(Sigrid Kraft)


          

~ Klappentext ~
Den Leser erwartet eine klassische Fantasygeschichte der Kategorie Schwert und Magie, sowie große Helden mit kleinen Fehlern und viel Humor. Der Band ist in sich abgeschlossen und somit als Einzelband konzipiert, der auch außerhalb der Hauptreihe gelesen werden kann.

Eine spannende Geschichte aus der Welt von Ardeen, in der Prinz Raiden und Ravenor ihr geliebtes Land ziemlich überstürzt verlassen, um die Welt vor dem drohenden Untergang zu retten. Dabei funktioniert die Magie wieder einmal nicht so, wie es sich der umsichtige Magier wünscht und das Verhängnis nimmt seinen Lauf.

Und niemand weiß … was davor geschah.

          


~ Über Sigrid Kraft - Autorin ~
Sigrid Kraft - geb. 1970

"Märchen und Heldensagen mit ihren Drachen, tapferen Helden und der Magie übten seit jeher eine besondere Faszination auf mich aus"... So erzählt uns Sigrid von ihren Vorlieben zu Fantasy- und Magiewelten. Als Kind las sie Märchen aus aller Welt und Heldensagen aus dem römischen, griechischen und germanischen Reichen am liebsten.
Mehr findet ihr HIER.

~ Die Welt von Ardeen ~

~ Aufmachung ~
Ich hatte den Titel gelesen und dachte an Nicole Kidman und Tom Cruise. Der Film "In einem Fernen Land" hat aber so gar nichts mit dieser Story zu tun. ;)
Cover und Klappentext versprechen hier eine Fantasystory, wie man sich eine Welt voller Magie "ohne Love-Klischee-Gehabe" wünscht.


          

~ Erster Satz ~
FALSCH!
Was gerade mit ihm geschah, war weit mehr als einfach nur falsch.

          


~ Meine Meinung ~
Als ich das Lesen begonnen habe, fühlte ich mich sofort in einer anderen Welt. Genau so sollte und muss ein Fantasystory sein. Einfach fantastisch dachte ich...
Ich als ehemalige World of Warcraft Spielerin, habe sowieso eine blühende Fantasie und konnte mir, gerade durch den angenehmen Schreibstil, alles super bildlich vorstellen.
Ich erwähne hier das Game WoW bewusst, da mich einige Orte und auch Namen an die Welt von Azeroth erinnerten.

Nur ein paar kleine Beispiele:

  • Es gibt einen "Meister Ador" in Buch. - In WoW gibt es ein Volk das sich "Die Aldor" schimpft.
  • Im Buch spricht man von einem "Herrn von Elverin". - In WoW wiederum gibts einen "Wald von Elwynn".

Ob die Autorin wohl von Azeroth inspiriert wurde? ;)


          


Prinz Raiden (übrigens auch ein Begriff in Wow ;D ) ist mürrisch und unbeherrscht. Angesichts dessen, dass er in einem fremden Land mitten in der Wüste und dass auch noch ganz ohne Magie ist, sehr verständlich. Als er dann sein Gedächtnis verliert, ist dieser Prinz aber sehr angenehm. Witzig und intelligent.

Ravenor, Prinz Raidens Sohn, ist hingegen das pure Gegenteil. Er ist die Fürsorglichkeit in Person. Warum, weiß er manchmal selbst nicht. Gerade wie er von Raiden behandelt wird, nur weil er unmagisch ist, lässt er sich trotz allem nicht davon abbringen, seinem Vater und Prinzen mit Leib und Seele zu dienen.


          


Dies alles hat mir sehr gut gefallen. Wieso ich aber nur auf drei Notrufzellen komme, lag an der fehlenden Magie, die mich zu anfangs noch so in den Bann ziehen konnte. Mit Ringen voller Magie und Artefakte die man zum zaubern braucht, fühlte ich mich wie gesagt, wie mein Priester in WoW.
Die Story war mir aber dann doch an vielen Stellen zu langatmig und zu detailliert. Ich mag das in der Regel, so dass ich wirklich alle Fakten weiß und aufsaugen kann. Wenn ich aber die ein oder andere Seite las und mir hinterher dachte, dies hätte auch in zwei Sätze gepasst, ist das einfach zu viel des Guten.

Vielleicht liegt es auch daran, dass ich die Ardeen-Reihe nicht kenne und ich mich mit den Charakteren nicht gar so schnell anfreunden konnte. Zumindest war die anfängliche Euphorie schnell verflogen, sodass ich unverschämterweise  im Mittelteil einiges übersprungen habe.
Zudem war ich beim lesen von den Lese-Perspektiven ab und an verwirrt. Uns wird in der Allwissenden-Perspektive erzählt, aber die Gedankengänge logischerweise in der Ich-Perspektive. Gut ist hier, dass sich im E-Book die Gedankengänge farblich abheben, so dass man schnell herausfindet, welche/r Farbe/Gedanke zu welcher Figur gehört. Blöd nur, wenn man sich das E-Book vorlesen lässt. ^^


~ Randinfo ~
Ich habe erfahren, dass die Autorin mal meinte, sie bekäme entweder nur sehr gute oder eben sehr schlechte Bewertungen. Dazwischen gäbe es nichts. Dann haut die Tardis wohl die erste "Mittel-Bewertung" für dieses Buch raus. ;)

Ob ich mal zum ersten Band der Ardeen-Reihe greife, lasse ich für mich mal offen. Interesse besteht schon, da ich eigentlich nur gutes von der Welt von Sigrid Kraft gelesen und gehört habe.


~ Fazit ~
Auch wenn mir die magischen Momente gefehlt haben, machte mich diese Geschichte neugierig auf die Ardeen-Reihe. Diese Fanatsystory ist für zwischendurch ganz nett zu lesen. Sie ist keineswegs schlecht, aber umhauen konnte sie mich auch nicht. :) Daher ein nur gut mit 3 Notrufzellen.

Ein ganz großes Lob an die Autorin:
Diese Fantasygeschichte kommt ganz ohne klischeehafte Lovestory aus.



Ich vergebe 3 von 5 Notrufzellen
~ Mein Bewertungssystem ~


 Es grüßt die Sasija aus der TARDIS :-)


~ Tailer ~


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