Dienstag, 9. Juli 2019

.: Rezension ~ Sau am Brett :.


~ Spannend - Urkomisch - Bayrisch ~
.: Sau am Brett :.
(Oliver Kern)


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~ Klappentext ~
Das Sautrogrennen - für die einen eine legendäre Veranstaltung am Freudensee im Bayerischen Wald. Für die anderen eher die Regatta des ländlichen Proletariats. Zu diesen anderen zählt sich auch der Fellinger, seines Zeichens Lebensmittelkontrolleur und Hobbyermittler. Eigentlich wollte der Fellinger nämlich zur Polizei. Aber das ist eine andere Geschichte. Damals, beim letzten Sautrogrennen ist der Löffelmacher unter ungeklärten Umständen ertrunken. Tragisch. Und jetzt stirbt beim Bruder vom Löffelmacher, der sich als Gastronom verdingt, ein Tourist an vergiftetem Schweinsbraten. Ob beides zusammenhängt? Ehe er sich's versieht, hängt Fellinger mitten in einem neuen Fall.

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~ Über Oliver Kern - Autor ~
© Dirk Kittelberger
Oliver Kern ist 1968 in Esslingen am Neckar geboren, wuchs im Bayerischen Wald auf und ist nach dem Abi und der Ausbildung wieder zurück ins Schwabenland gezogen. Seit rund 25 Jahren lebt er in der Region Stuttgart, aktuell in Waiblingen. Beruflich ist er seitdem im Marketing unterwegs, vorwiegend als Art Director und Produktioner.
Freiberuflich beschäftigt er sich nebenbei mit vielen Formen der gestalterischen Kunst: Malerei, Illustration und dem Zeichnen von Comics und Cartoons. Neben seinem visuellen Schaffen arbeitet Oliver Kern seit etwa 10 Jahren mit Worten, schreibt Werbetexte und Bücher.

2007 erschien sein erster Roman.
2016 erscheint bei Heyne unter seinem Pseudonym Luis Sellano die Lissabon-Krimireihe.
2018 startet nun seine neue Berthold Fellinger Krimiserie, die in Niederbayern spielt.


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~ Zitat ~
Soku-Schweinsbraten! 

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~ Die Geschichte ~
Fellingers zweiter Fall beginnt mit einem Mann, der im Wirtshaus an seinem Schweinsbraten erstickt.
Natürlich juckts dem Berthold wieder heimlich zu ermitteln, schließlich wird er selbst verdächtigt, seine Hand im Spiel zu haben. Das kann und will der Hygiene-Inspector auf keinen Fall auf sich sitzen lassen. Er hat seine Arbeit gut gemacht... nicht's mit Vertuschung oder dergleichen. Was ist da also geschehen bzw. was war in der Sau, die als Mordwaffe entlarvt wurde. Berthold Fellinger verstrickt sich wie gewohnt, durch seine Helfernatur und nicht minder durch seine erbitternde Neugier, in Machenschaften, die ihm selbst an den Kragen wollen.

~ Meine Meinung ~
Witzig, spaßig und uuuuuuuhrigkomisch. :D
Wiedereinmal hat es der Autor Oliver Kern geschafft, seine Leser bzw. Zuhörer kriminell in seinen Fall zu ziehen. Es war toll dem Hörbuchsprecher Michael Schwarzmaier dabei zuzuhören, wie er den verkorksten Alltag vom Protagonisten, Berthold Fellinger, erzählt. Sein bayrischer Akzent und die typischen Schimpf- und Fluchwörter runden alles perfekt ab. Den schwarzen Humor und vor allem den bayrischen Sarkasmus muss man mögen, sonst vergisst man vor lauter Kopfschütteln das herzhafte Lachen. :D

Auch a wenig Liebeleien erlebt der Protagonist diesmal. Er kommt endlich mal zum Schuss! Möchte man meinen. Und dann passieren wieder Dinge, die zum Haare raufen sind. Gruzifix... herrschaftszeiten...
Auf einer Seite tat er mir mächtig leid aber eigentlich hats der Berthold net anders verdient. ^^ Er is und bleibt ein Trottel. Liebenswürdig und ehrlich, aber ein Trottel. :)
Zum Glück, sonst wäre es ja auch langweilig.

Die Geschichte ist wunderbar verzwickt. Alleine schon wie sie beginnt...
  • An einem Schweinsbraten erstickt! :D
Was ja laut Statistik gar nicht so unüblich ist. Es sterben tatsächlich mehr Menschen an im-Hals-steckengebliebene-Lebensmittel, als bei einem Terroranschlag!
Also nichts außergewöhnliches. Wäre da nicht der toxikologische Bericht, der leider Gottes, und zum Unmut des Gastwirts, positiv ist. Das Drama nimmt seinen Lauf.
Man weiß tatsächlich bis fast zum Schluss nicht, wer nun mit wem, und wer nun was, und wie nun überhaupt alles zusammen passt.
So viel sei verraten... Am Ende ist es ein Tier, das Leben rettet. Ach ist das nicht schön? :D

~ Gedanken über den Sprecher ~
Michael Schwarzmaier hatte mich ja sofort mit seinem Bayrisch eingefangen. Ich kannte diese Stimme, wenn auch nicht in diesem schönen Dialekt. Also musste ich nachschauen und siehe da, er hat einige Synchronrollen in der Serie Doctor Who. Welch schöner Zufall. :D
Ich war sehr angetan wie er Fellingers erster Fall "Eiskalter Hund" erzählt. Es war klar, dass ich auch "Sau am Brett" als Hörbuch brauche.

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~ Fazit ~
Sakrisch guat und definitiv süchtigmachend!
Auch im zweiten Fall hat der Autor, Oliver Kern, einen witzigen und spritzigen Krimi gezaubert, der in jeder Hinsicht mehr Aufmerksamkeit verdient hat. Da der erste Fall und vor allem das Hörbuch genau meine Stimmung getroffen hat, war klar, dass ich unbedingt weiterhören muss, was der Fellinger so treibt. Und er hat mir wieder wundervolle lachende Stunden geschenkt.

So machen Ermittlungen a'Mordsgaudi. :D



Ich vergebe ganz klar 5 von 5 Notrufzellen

 Es grüßt die Sasija aus der TARDIS :-)


Gemäß § 2 Nr. 5 TMG kennzeichne ich diese Rezension als Werbung.
In meinem Beitrag befindet sich (zu informativen Zwecken) eine Verlinkung zur Webseite des Verlags, in welchem das Buch erschienen ist.
Ihr erhaltet somit auch weitere Informationen zum Buch, zum Autor, sowie eventuell auch zu weiteren Romanen.

Kommentare:

  1. Hallo Sassi,

    könnte das eine Art männliche Miss Marpel im bayrischen Lande sein?

    Grins....oder? Finde ich gut..

    LG..Karin..

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    1. Haha jaaaaa du hast Recht Karin. Das passt wunderbar. :D

      Herzliche Grüße ♡

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Herzlisch Willkommen :D
Schön, dass du da bist. Viel Vergnügen in der Tardis.

Liebe Grüße eure Sassi @-->--