Montag, 9. Mai 2016

.: Rezension ~ Talon - Drachenherz :.



Fantastisch - Mystisch - Jugendlich ~
.: #2 Talon - Drachenherz :.
(Julie Kagawa)


          

~ Buchrücken ~

Es gibt nichts Gefährlicheres, 
als dein Herz einem Falschen zu schenken!

Das Drachenmädchen Ember hat einen Fehler begangen, der durch nichts zu entschuldigen ist: Sie hat Garret ihr Herz geöffnet - dem Ritter, der sie töten sollte. Nun ist sie auf der Flucht. Garret muss für seine Gefühle zu ihr ebenfalls bezahlen: Seine eigenen Leute vom Sankt-Georgs-Orden haben ihn gefangen genommen. Ihn erwartet die Todesstrafe. In dieser aussichtslosen Situation fasst Ember einen waghalsigen Entschluss: Sie wird Garret befreien - koste es, was es wolle...

          


~ Über Julie Kagawa - Autorin ~
Schon in ihrer Kindheit gehörte Julie Kagawas große Leidenschaft dem Schreiben: Langweilige Schulstunden vertrieb sie sich damit, all die Geschichten festzuhalten, die ihr im Kopf herumspukten.

Nach Stationen als Buchhändlerin und Hundetrainerin machte sie ihr größtes Interesse zum Beruf und wurde Autorin. Mit ihrer Fantasy-Saga Plötzlich Fee wurde sie rasch zur internationalen Bestsellerautorin. Drachenzeit ist der erste Band in der Talon-Serie um eine magische Liebe, die nicht sein darf. Julie Kagawa lebt mit ihrem Mann in Louisville, Kentucky.


~ Die Trilogie ~


~ Schreibstil ~
Wunderbar locker. Es ist leicht zu lesen und gut verständlich. Perfekt für ein Jugendbuch.
Wir bekommen sehr viel Gefühl von unseren Protagonisten vermittelt. Manchmal sogar etwas zu viel. Im mittleren Teil wurde es mir etwas zu zäh und langatmig. Neugierig ist man aber dennoch! Und dann kommt das spannende und flotte Ende, in dem die Kapitel auch kürzer gehalten sind und so genau das richtige Tempo reinbringen.

~ Cover ~
Ich habe selten solch ein wundervolles Cover gesehen!!!
Das erste Buch schon, war bei mir eindeutig ein Coverkauf. Ich wusste, ich muss diese Reihe in meinem Regal haben. Und wenn ich jetzt schon im Geiste alle drei Bücher nebeneinander in meinem Regal stehen sehe, bin ich einfach nur glücklich.*.*


          

~ Zitat ~
"Es gibt nichts Gefährlicheres, als dein Herz dem Falschen zu schenken."

          

~ Die Geschichte ~
Es geht im zweiten Band nahtlos weiter.
Wir beginnen mit Garret, was mich persönlich sehr gefreut hat, da uns das Ende vom ersten Teil mehr als nur neugierig zurücklässt. :p

Garret wird der Prozess gemacht. Er soll dafür büßen, dass er ein Drachenliebchen ist. Er selbst ist sehr zwiegespalten. Einerseits ekelt er sich vor sich selbst, doch andererseits weiß er, er hat das Richtige getan. Die Sympatie galt nicht alleine Ember. Das er sie retten wollte war Instinkt. Gerade weil er ein gerechter und aufrichtiger Soldat ist. Der Orden verschweigt etliches, denn wie kann es sein, dass dieses wunderbare Wesen namens Ember so mitfühlend, attraktiv, und vor allem ganz anderes sein kann, als man ihm beigebracht oder gezeigt hat. Brutal, gefährlich und mordend würde er Ember niemals sehen. Von Ember geht keine Gefahr aus. Garret erkennt, dass der Krieg zwischen Mensch und Drache nicht nur rein ums Überleben geht. Nein! Hier geht es um Hass, Missverständnisse und Machtgehabe. Doch nicht alle denken so. Garret erfährt außerdem, dass sich einige Drachen von Talon abgewandt haben und ihr eigenes Ding durchziehen. Auch sie wollen keine Marionetten ihrer Organisation mehr sein.

Ember ist von Garrets Tat so benommen, geschockt und zugleich beeindruckt, dass sie nicht anders kann, als ihn aus den klauen des Ordens zu befreien. Das sie ihn richten werden, ist allen klar. Das darf Ember nicht zulassen. Nicht ihretwegen. Ein Plan muss her. Ein sehr guter noch dazu, denn man kann nicht einfach so in eine Festung des Ordens einsteigen, Hallo sagen und ihnen ihren "im Moment meist gehassten Gefangenen" mitnehmen. Doch genau das hat Ember vor. Und da kommen Wes und Cobalt uns Spiel.

Cobalt hat sein Drachenherz an Ember verloren, denn er kann nicht glauben, was er hier macht. Einen Menschen, noch dazu einen Georgskrieger in einer Festung des heiligen Ordens zu befreien? Das ist doch absurd.
Er weiß, dass das alles irrsinnig und gefährlich ist, doch ohne ihn ist Ember aufgeschmissen. Sie wird es niemals alleine dort hinein schaffen. Abzubringen ist Ember nicht. Was bleibt ihm also anderes übrig, als ihr beim befreien des widerwärtigen Menschen zu helfen?

Das Abenteuer geht also weiter! :D


          


~ Meine Meinung ~
Ich mag Cobalt sehr. Sein Charakter ist Grrrrrr. :D
Er merkt immer mehr, dass er Gefühle für Ember hat. Für den Drachen in ihr. Je mehr er sich wert, um so stärker werden seine Gefühle. Auch die Eifersucht gefällt mir sehr. Er würde alles für Ember tun, auch wenn es ihm ordentlich gegen den Strich geht. Und dennoch bleibt er sich und seiner Mission treu. Man muss eben nur etwas umstrukturieren. Das Ziel bleibt trotzdem das Gleiche. Sicher Cobalt? ^_^

Bei Dante passiert zu Beginn nicht viel. Erst zum Ende hin wird es richtig interessant, wie er sich wandelt und wie er handelt. Seine Einstellung Schwank ständig zwischen Talon und Ember, denn der Verrat an seiner Schwester (Teil 1.) nagt sehr an ihm. Zwar überwiegt sein Pflichtgefühl gegenüber seiner Organisation, dennoch kann er seine Geschwisterliebe nicht einfach so abstellen. Auch beginnt Dante im Stillen zu hinterfragen, wieso Ember ein so wichtiges Ziel ist. Was hat das alles auf sich, dass dieser eine Drachen solch eine hohe Priorität hat.
Zudem wird ihm auch die Ehre zuteil, Ember aufzuspüren und zu vernichten. Ehre in dieser Hinsicht, da sich Dante beweisen soll. Und genau das möchte er. Nichts anderes, als ein anerkannter Drache von Talon zu werden. Und dann steht Dante ganz weit oben. Wird er fallen oder den Sprung in die Anerkennung schaffen? Ember ist der Schlüssel. Denn nicht nur für Talon ist sie wichtig, sondern gerade für Dante spielt sie eine sehr entscheidende Rolle.

Als großer Cobaltfan gefiel mir besonders, dass wir die Vorgeschichte von Cobalt erfahren. Wir dürfen in seine Vergangenheit eintauchen und miterleben, warum Cobalt zum Einzelgänger wurde. Was ist passiert und was war das Ausschlaggebende. Wie haben sich Wes und Riley alias Cobalt kennengelernt und was hat sie zu Verbündete gemacht.

Ich dachte mir: "oh nicht noch mehr Talon-Orden-Grundwissen", doch die Autorin hat uns das wunderbar in eine interessante Geschichte verpackt.
So verstehen wir langsam deren System und vor allem die Standorte. Zudem lernen wir ein paar hohe Tiere kennen.

Bei Talon kam es mir vor, wie bei den Volturi von Twilight.
Und beim Orden, wie bei den Aldor und ihrem Wahrheitsserum in der Bestimmung. :D

Auch im zweiten Teil hatte ich so meine Probleme mit der Länge. Wenn ein Gefühl eine ganze Seite lang erläutert und beschrieben wird, ist mir das einfach zu viel. Oft waren zwischen den Dialogen so viele Gefühlssätze oder Gedankengänge, dass ich dann die Antwort auf eine Frage nicht verstanden hab, weil ich die Frage schon wieder vergessen hatte. Das stört mich einfach beim Lesefluß.

Dennoch bin ich mit dem letzten Drittel sehr zu frieden. Die Kapitel sind zum Teil kürzer und wechseln zwischen zwei wichtige Schauplätze hin und her. Auf beiden Seiten ist Action pur und zugleich viel Gefühl. So muss ein Fantasy mit Liebe sein.


~ Fazit ~
Als ich das Buch beendet hatte, habe ich es mit einem fetten Grinsen ganz langsam zugeschlagen, verweilte dann eine Zeit lang mit glasigen Augen in Gedanken und streichelte dabei geistesabwesend den Buchrücken.

Besonders gefiel mir die Beschreibung der Drachen. Vor allem die Drachen, wenn sie in Menschengestalt sind. Man kann sich den eingezwängten Drachen im Menschenkörper richtig gut vorstellen. Wie er sich windet, brennt und sich entfalten möchte.

Ich war wie immer von den Charakteren angetan. In diesem Teil noch mehr, weil die Kennenlernphase nun vorbei ist und wir sie besser kennen lernen dürfen und inniger mit ihnen fühlen können.

Auch wenn es für mich mal wieder an manchen stellen zu viel Gefühlsduselei und etwas zäh war, haben ich es genossen, mit Ember, Garret, Cobalt und Co. mitzufiebern.
Auch hier bleib ich bei: Anregend, knackig und nervenaufreibend gut. :D

Spannendes Gribbeln beim Lesen garantiert!



Ich vergebe 4 von 5 Notrufzellen

Es grüßt die Sasija aus der TARDIS :-)


~ Weitere Leserstimmen ~


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