Freitag, 28. Juni 2019

.: Rezension ~ Die Reise des weißen Bären :.


~ Erstklassig - Bildhaft - Abenteuerlich ~
.: Die Reise des weißen Bären :.
(Susan Fletcher - gesprochen von Julian Greis)


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~ Buchrücken ~

Der Ausreißer Arthur erhält durch Zufall einen besonderen Auftrag: Er soll sich um einen Eisbären kümmern, der auf einem Segelschiff von Bergen nach London gebracht wird - als Geschenk des norwegischen Königs an den König von England. Arthur ahnt nicht, worauf er sich einlässt: Es ist der Beginn einer Reise voller Gefahren! Denn mitten auf hoher See wird das Schiff nicht nur von Piraten angegriffen, sondern es gerät auch in einen Sturm. Und immer ist es der weiße Bär, auf dessen Hilfe Arthur zählen kann und dem er am liebsten die Freiheit schenken würde ...


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~ Susan Fletcher - Autorin ~
Autorenhomepage
~ Julian Greis - Hörbuchinterpret ~
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~ Die Geschichte ~
Arthur, ein Zwölfjähriger Junge aus Norwegen, fühlte sich schon immer fehl am Platz. Er hatte sich in seinem ganzen Leben noch nie irgendwo zugehörig gefühlt. Der Vater war gestorben und sein Stiefvater hatte nie dessen Platz eingenommen, geschweige denn, war je ein guter Ersatzvater.
Auch zu seinen Steifgeschwistern hatte Arthur nie ein gutes Verhältnis. Einzig und allein seine Mutter war der liebevollste und gütigste Mensch, den er je kannte. Seine einzige Bezugsperson noch dazu. Und sie wird er ganz bewusst und freiwillig verlassen! Schweres Herzens. Denn ein Brief von seiner Verwandschaft aus Wales ist eingetroffen. Die Verwandschaft seines Vaters. Was in dem Brief steht, weiß Artur nicht, da er nicht, und auch sonst keiner auf der Insel, des Walisischlesens mächtig ist.
So macht er sich klamm heimlich, mit dem gestohlen Geld seines Ziehvaters, auf zum Pier um eine Überfahrt von Bergen nach London zu ergattern.

Am Hafen begegnet der Ausreißer zum ersten Mal dem Eisbären. Dem weißen Ungetüm. Groß. Mächtig. Angsteinflößend. Aber auch ruhelos, anmutig und faszinierend. Artur und der Bär fühlen eine Verbundenheit, die sich nicht erklären lässt. Artur hat die Gabe, den Bären zu beruhigen. Dies erkennt der Doktor, der den Bären auf einem Segelschiff nach England bringen soll, und engagiert Artur als Aufpasser. Eine Reise beginnt, die das Leben aller Anwesenden verändern wird.


~ Meine Meinung ~
Ich mag Geschichten längst vergangener Zeit sehr, und war total verzückt, als ich das 13. Jh. in einem Kinder- bzw. Jugendbuch entdeckt habe. Ganz klar musste ich da sofort reinnasen.
Buch und Hörbuch, haben mich wunderbar unterhalten und begeistert. Fabelhaft!

Der Sprecher Julian Greis ist großartig. Seine jugendliche Stimme passt hervorragend zum Protagonisten, der die Geschichte in der Ich-Perspektive erzählt. Der Schreibstil bzw. Text der Geschichte ist einfach und auf den Punkt. Die Beschreibungen sind bildhaft und detailliert. Auch wunderbar verziert, in Form von Kindergedanken. Kinder beschreiben Dinge mit viel Fantasy und so ehrlich. Die Autorin hat mit ihrer Art zu erzählen vieles verschönert. Sie erzählt nicht nur einfach eine Geschichte, sondern nimmt uns mit all Ihren Worten mit in ihre Gedanken, die farbenfroh und fantastisch sind.
So wird zum Beispiel:
Der Kreis um die Bärin wurde enger, und plötzlich wurde die Luft über ihr voller Netze - eine zarte, blasse Blüte, die sich über ihr öffnete und dann herabsenkte.
Und nicht einfach nur ein Netz darüber geworfen. Das liest sich einfach himmlisch. ;)

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Arthur beginnt den Prolog mit 33 Jahren - 1272.
Im Hörbuch hätte ich mir dazu gerne eine Stimme eines Erwachsenen gewünscht bzw. eine älter klingende Stimme. Das wäre ein Pluspunkt, da es noch authentischer gewirkt hätte. Aber natürlich bricht das der Geschichte kein Bein! Denn Julian Greis zieht uns Hörer mit seinem ruhigen und angenehmen Singsang sofort in den Bann.

Nach dem Prolog springen wir in die Zeit zurück, in der Arthur mit 12 Jahren - 1251, uns sein Abenteuer, dass sein junges Leben völlig verändert, erzählt. Von Anfang an war ich gefesselt. Durststrecke gibt es nicht. Es ist actionreich und aufregend. Ständig passiert irgendetwas und die Erzählung verliert kaum an Tempo.
Es kommt verdammt viel Blut darin vor. Natürlich wird gekämpft und so eine Segeltour über den Ozean ist kein Zuckerschlecken, doch war mir die Beschreibung an manchen Stellen etwas zu detailliert für ein Kinderbuch, welches ab 10 Jahren empfohlen wird. Ich würde es mit dem Kind lieber gemeinsam lesen, als einfach das Buch alleine in die Hand zu geben. Um einfach ein paar brutale Stellen erklären und entschärfen zu können.

Das ist keine negative Kritik, eher eine Empfehlung oder kleiner Hinweis, es nicht gar so leicht abzuwinken. Es passt natürlich perfekt zur Geschichte, zur damaligen Zeit und zum Abenteuer von Arthur und seiner Bärin, aber nicht jedes Kind steckt blutige Bilder gedankenlos weg.
Schon gar nicht als Gutenachtgeschichte. ;)
Aber genau das macht die gesamte Erzählung so authentisch und gut, dass ich durchweg einfach nur begeistert bin.

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~ Fazit ~
Arthur fühlt sich mit der Bärin verbunden, auf einer Weise, die sonst niemand versteht. Wie ein ungewöhnliches und unsichtbares Band. Und genau diese Verbindung, können wir Lesen, durch die bildhafte und emotionale Erzählung, sehr intensiv (mit)fühlen. Die Autorin nimmt die kleinen und auch großen Leser wunderbar in eine andere, sehr aufregende, aber auch schöne und authentische Welt mit, die vor launenhaften und fantastischen Abenteuer nur so strotzt.

Ein berauschendes Abenteuer für Jungs und Mädchen ab 10 Jahren.



Ich vergebe ganz klar 5 von 5 Notrufzellen

Es grüßt die Sasija aus der TARDIS :-)


Gemäß § 2 Nr. 5 TMG kennzeichne ich diese Rezension als Werbung.
In meinem Beitrag befindet sich (zu informativen Zwecken) eine Verlinkung zur Webseite des Verlags, in welchem das Buch erschienen ist.
Ihr erhaltet somit auch weitere Informationen zum Buch, zum Autor, sowie eventuell auch zu weiteren Romanen.

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Herzlisch Willkommen :D
Schön, dass du da bist. Viel Vergnügen in der Tardis.

Liebe Grüße eure Sassi @-->--